So funktioniert’s

Feste Regeln statt Bauchgefühl.

Jeden Samstag prüft Stonka jede Aktie auf dieselbe Weise. Hier stehen die Regeln, nach denen eine Aktie auf die Liste kommt, und wie die Ergebnisse gezählt werden.

Von 1.000 Aktien zur Liste

Eine Aktie muss jeden Schritt schaffen. Fällt sie bei einem durch, ist sie raus. Die ersten vier Schritte sind für beide Listen gleich. Danach hat jede Liste eigene Regeln.

Beide Listen

  1. Im IndexDie Aktie gehört zum MSCI World (Nordamerika und Europa), zum DAX oder zum MDAX.
  2. In Deutschland gelistetSie ist an einem deutschen Handelsplatz gelistet.
  3. Lange genug an der BörseEs gibt Kurse für mindestens 80 Wochen.
  4. Genug HandelPro Tag wechseln im Schnitt mindestens 5 Millionen Euro den Besitzer.

Comebacks

  1. Heimatmarkt fällt nichtIhr Heimatindex, etwa der DAX, ist nicht im Abwärtstrend.
  2. Stark gefallenSie liegt 15 bis 50 % unter ihrem Jahreshoch und fiel zuletzt besonders schnell.
  3. Erstes Zeichen der WendeDie letzte Woche zeigt eines der Muster weiter unten.
  4. Stop-Marke nah genugSie liegt höchstens 12 % unter der Bestätigungsmarke.
  5. Auf der ListeVon der Bestätigungsmarke aus ist das Chartziel mindestens so weit entfernt wie die Stop-Marke.

Aufsteiger

  1. Heimatmarkt steigtIhr Heimatindex ist im Aufwärtstrend.
  2. Steigt schonSie liegt über ihrem steigenden 30-Wochen-Durchschnitt, ihr 10-Wochen-Durchschnitt liegt darüber, und sie ist nah am Jahreshoch und steigt stärker als ihr Heimatmarkt.
  3. Ausbruch oder kurze PauseEin Ausbruch oder ein Rücksetzer an den 10-Wochen-Durchschnitt, der mit einem der Muster unten endet.
  4. Stop-Marke nah genugSie liegt höchstens 10 % unter dem Schlusskurs vom Freitag.
  5. Auf der ListeDie sechs, die sich im letzten Jahr am besten gegenüber ihrem Heimatmarkt entwickelt haben.

Wochenkerzen von Montag bis Freitag, Kurse der Heimatbörse, Euro-Preise zum Wechselkurs vom Freitag. Mehr unter Offenlegung.

Mehr zu den Listen

Comebacks

Die Idee: Nach einem starken Rückgang lässt der Verkaufsdruck manchmal nach, und der Kurs dreht.

Warum 15 bis 50 %? Ein kleinerer Rückgang ist keine echte Korrektur. Ein größerer Rückgang kann auf ein Problem im Unternehmen hindeuten, deshalb lässt die Regel ihn weg.

Besonders schnell gefallen misst der Wochen-RSI. Er zeigt, wie stark die letzten Kursbewegungen waren. In den letzten acht Wochen muss er auf 35 oder tiefer gefallen sein. Das nennt man überverkauft.

Bestätigungsmarke
Das Hoch der Signalwoche. Das Signal zählt nur, wenn der Kurs in der neuen Woche darüber steigt.
Stop-Marke
Das tiefste Tief der letzten drei Wochen. Darunter gilt das Chartsignal nicht mehr.
Chartziel
Der 30-Wochen-Durchschnitt. Die Idee dahinter: Nach einem Rückgang bewegt sich der Kurs manchmal wieder auf diesen Durchschnitt zu. Das ist eine Projektion aus dem Chart, keine Prognose.

Aufsteiger

Die umgekehrte Idee: Aktien, die schon steigen.

Nicht zu weit oben. Die Aktie liegt höchstens 25 % über ihrem 30-Wochen-Durchschnitt. Das lässt Aktien weg, die sich schon weit davon entfernt haben.

Nicht zu stark, nicht zu schwach. Ihr Wochen-RSI liegt zwischen 50 und 75, sie ist also weder schwach noch überkauft.

Stop-Marke
Der tiefste Kurs der letzten zwei Wochen.
Kein Chartziel
Die Regeln für Aufsteiger setzen keine obere Marke, nur eine Stop-Marke.

Die Muster

Jede Wochenkerze zeigt, wie die Woche lief: Eröffnung, Hoch, Tief und Schluss. Manche Formen deuten auf einen Stimmungswechsel. Die Listen nennen das Muster nicht, aber jede Aktie darauf zeigt eines davon.

Hammer
Der Kurs fiel in der Woche stark, aber Käufer haben ihn bis Freitag fast ganz wieder hochgedrückt.
Bullish Engulfing
Eine Aufwärtswoche, die den ganzen Verlust der Vorwoche zurückholt.
Morning Star
Erst eine große Abwärtswoche, dann eine ruhige Woche, dann eine klare Aufwärtswoche.
Piercing Pattern
Nach einer Abwärtswoche holt der Kurs mehr als die Hälfte davon zurück.
Erste Aufwärtswoche
Nach mindestens vier Abwärtswochen schließt der Kurs zum ersten Mal höher als in der Vorwoche.
Rücksetzer
Eine steigende Aktie fällt kurz auf ihren 10-Wochen-Durchschnitt zurück und dreht wieder nach oben.
Momentum
Nach einem Rücksetzer an den 10-Wochen-Durchschnitt schließt eine Aufwärtswoche über dem Hoch der Vorwoche.
Ausbruch
Der Kurs schließt über allen Hochs der letzten zehn Wochen, in der oberen Hälfte der Wochenspanne, bei deutlich mehr Handel als sonst.

Fragen

Was heißt hier „Signal“?

In der technischen Analyse ist ein Signal ein Chartbild, das bestimmte Regeln erfüllt. Bei Stonka heißt das: Der Wochenchart einer Aktie passt zu allen Regeln einer Liste. Ein Signal ist keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf und sagt nicht voraus, wie sich der Kurs entwickelt.

Wie lange gilt eine Liste?

Nur für die Handelswoche nach dem Scan. Danach wird sie nicht aktualisiert, und ihre Marken veralten. Online bleiben nur die Listen der letzten 8 Wochen, unverändert.

Berücksichtigt Stonka Nachrichten oder Geschäftszahlen?

Nein. Die Regeln kennen nur Kurse und Handelsvolumen. Gewinnwarnungen, Übernahmen oder Geschäftsberichte fließen nicht ein; sie gehören zu deiner eigenen Recherche.

So wird die Vorwoche nachgerechnet

Stonka speichert jede Liste mit ihren Marken und ändert sie danach nicht mehr. Eine Woche später vergleicht Stonka die neue Wochenkerze jeder Aktie darauf mit diesen Marken.

  1. Zählt das Signal? Ein Comeback zählt nur, wenn der Kurs in der Woche über die Bestätigungsmarke stieg. Gerechnet wird ab der Bestätigungsmarke. Eröffnete die Aktie am Montag schon darüber, ab dem Eröffnungskurs. Ein Aufsteiger zählt ab dem Eröffnungskurs am Montag, außer er eröffnete auf oder unter der Stop-Marke.
  2. Stop-Marke erreicht? Dann endet das Signal bei der Stop-Marke.
  3. Chartziel erreicht? Dann endet ein Comeback beim Chartziel. Geschah beides in derselben Woche, zählt die Stop-Marke. Eine Wochenkerze zeigt nicht, was zuerst kam. Das gilt auch, wenn der Kurs in der Woche, in der er über die Bestätigungsmarke stieg, die Stop-Marke berührte.
  4. Sonst zählt der Schlusskurs vom Freitag.
  5. Das Ergebnis ist der Durchschnitt aller gezählten Signale, Verlierer eingeschlossen. Gerechnet wird in der Währung der Heimatbörse, Wechselkurse spielen also keine Rolle, Gebühren und Steuern fehlen. Es ist eine Rechnung auf dem Papier, kein echter Handel. Nachträglich berechnete Wochen, die nie als Liste veröffentlicht wurden, werden genauso gerechnet und sind gekennzeichnet.

Version der Regeln

Die Regeln sind in Version 1. Sie ändern sich nur von Hand, nie automatisch. Jede Änderung erhöht die Version und steht hier, und jede Liste behält die Version, mit der sie entstand.

Wie gut ist das?

Das weiß vorher niemand.

Jede Woche zeigt die Signalseite, wie die Signale der Vorwoche rechnerisch liefen, Verlierer eingeschlossen. Gezählt wird wie oben beschrieben. Vergangene Ergebnisse sagen nichts über die Zukunft.

Der Rechner zeigt, was nach Gebühren bleibt. Jede Karte hat einen Button „Szenario durchrechnen“, der ihre Marken übernimmt.

Keine Anlageberatung. Stonka ist ein Werkzeug für deine eigene Recherche. Die Listen entstehen automatisch aus Kursdaten. Sie wissen nichts über Nachrichten, Geschäftsberichte oder deine Situation, und alle Ergebnisse sind hypothetisch. Mehr unter Risikohinweis.